Mit geistreicher Anmut und klugem, natürlichen Urteil erzählt Hermynia Zur Mühlen, was sie im alten Österreich, später in ganz Europa und Nordafrika erlebte und beobachtete. Für die Farbigkeit und den künstlerischen Zauber der Lebenserscheinungen hat sie überall ein offenes Auge, aber früh entwickelt sich in ihr auch ein nachdenklicher, starker und redlicher Sinn der Kritik. Torheit und Unrecht in den überlieferten Lebensformen sind ihr überall von Anbeginn unerträglich; bis zur Unwiderstehlichkeit regt sich ihr kämpferischer Freiheitsdrang, als sie als Gattin eines baltischen Adligen in eine Hölle der sozialen Stumpfheit und Rohheit verbannt ist. Die Nachfahrin einer Kaiserlichen Palast-Dame (K.P.D.) wird schließlich zur Anhängerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (K.P.D.). Wir begleiten die Verfasserin auf ihrem kühnen, klaren Entwicklungsgang durch ein anschaulich offenes Werk von hohem zeitgeschichtlichen Wert.
Aus der Anzeige des S. Fischer Verlags zur Erstausgabe des Buches (1929).
Dorothea Baltzer liest ein Stück aus Ende und Anfang von Hermynia zur Mühlen
17,90 €, 256 S. Softcover
ISBN 978-3-944137-30-8